Hüftgelenkersatz (Hüftprothese)
Der Hüftgelenkersatz, auch Hüftprothese genannt, ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem das natürliche Hüftgelenk durch eine künstliche Prothese ersetzt wird. Dieser Eingriff kommt in der Regel dann zum Einsatz, wenn das Hüftgelenk infolge von Erkrankungen wie Arthrose oder rheumatoider Arthritis stark geschädigt ist und konservative Behandlungen wie Physiotherapie oder Medikamente keine ausreichende Schmerzlinderung mehr bringen. Auch nach Frakturen oder bei Fehlstellungen kann ein Gelenkersatz notwendig sein.
Ursachen für einen Hüftgelenkersatz:
- Arthrose: Fortschreitender Gelenkverschleiss, der Schmerzen und eingeschränkte Beweglichkeit verursacht.
- Rheumatoide Arthritis: Entzündliche Erkrankung, die das Hüftgelenk angreifen kann.
- Frakturen: Vor allem bei älteren Menschen können Hüftfrakturen einen Gelenkersatz erforderlich machen.
Der Eingriff
Während der Operation wird das geschädigte Hüftgelenk entfernt und durch eine Prothese aus Metall, Keramik oder Kunststoff ersetzt. Diese Nachbildung orientiert sich an der natürlichen Gelenkfunktion. Der Eingriff dauert in der Regel 1–2 Stunden, der anschliessende Klinikaufenthalt dauert mehrere Tage.
Rehabilitation nach der Operation
Die Rehabilitation beginnt frühzeitig nach dem Eingriff und verfolgt das Ziel, die Muskulatur zu stärken, die Beweglichkeit zu verbessern und eine rasche Rückkehr in den Alltag zu ermöglichen.
- Physiotherapie: Aufbau von Kraft und Beweglichkeit durch strukturierte Übungen.
- Schmerzmanagement: Einsatz von Medikamenten zur Linderung postoperativer Beschwerden.
- Frühmobilisation: Frühzeitige Bewegung fördert die Durchblutung und beugt Komplikationen wie Thrombosen vor.
Langfristige Aussichten
Mit gezielter Rehabilitation können die meisten Patient:innen nach einem Hüftgelenkersatz wieder schmerzfrei leben und alltägliche Aktivitäten aufnehmen. Auf belastende Sportarten oder schweres Heben sollte langfristig verzichtet werden.
